
04. Dezember 2025: Klassismus & Behinderungen Erster Runder Tisch auf Zoom
In Zusammenarbeit mit dem Helmhaus haben wir unseren ersten Runden Tisch via Zoom durchgeführt. Die rege und vielseitige Beteiligung zu Klassismus & Behinderungen hat erneut bestätigt, wie dringlich und wichtig Inklusion ist. Gerade das Online-Format erwies sich als essentiell, für die Teilnahme von Kunstschaffenden mit Behinderungen. Sie sind aufgrund von Zugangsbarrieren in physischen Institutionen oft von Diskussionen ausgeschlossen und werden deshalb auch nie sichtbar.

06. November 2025: Umverteilung von Privilegien mit Sabian Baumann
Beim Runden Tisch im Helmhaus stellte Sabian Baumann sein* Projekt die grosse um_ordnung vor. Dannach diskutierten wir über die Umverteilung von Privilegien, Politiken und Erfahrungen der Vereinzelung sowie Barrieren.

20. März 2025: Strategien und Praxen zur kollektiven Selbstermächtigung
Dieser Abend wurde als ein offener Austausch über konkrete Strategien zur Selbstorganisation und zum kollektiven Empowerment gestaltet. Der Fokus lag darauf, wie Kunstschaffende sich unterstützen können und wie künstlerische Praktiken als Mittel zur politischen und gesellschaftlichen Veränderung genutzt werden können, um zur kollektiven Selbstermächtigung beizutragen.

06. März 2025: Mehrfachdiskriminierung und Solidarität
In den letzten Jahren wurden verschiedene Diskriminierungsformen in den Medien und in der Politik oft gegeneinander ausgespielt. Deshalb spielen kollektive Ansätze und Solidarität zwischen marginalisierten Gruppierungen eine zentrale Rolle. Netzwerke, die sich gegenseitig unterstützen, diskriminierende Strukturen offenlegen und marginalisierte Stimmen in Entscheidungsprozesse einbeziehen, können langfristig die Rahmenbedingungen im Kunstfeld und darüber hinaus verändern. Wir diskutierten, wie wir gemeinsame Bündnisse aufbauen können, damit verschiedene Diskriminierungsformen nicht in Konkurrenz gesetzt, sondern in ihren Verschränkungen und Wechselwirkungen adressiert werden.

20. Februar 2025: Klasse als Barriere
Die Klassenherkunft bestimmt auch heute noch den Zugang zum Kunstfeld. Menschen aus weniger privilegierten Klassen fehlt es oft an Netzwerken, Selbstvertrauen und finanziellen Mitteln, um in der Kunstszene Fuss zu fassen und sich langfristig zu etablieren. Falls ihnen der Eintritt trotz struktureller Barrieren gelingt, fühlen sie sich oft von ihrer Herkunftsgemeinschaft entfremdet. Der Erfolg in einem von privilegierten Klassen dominierten Umfeld kann Scham und das Gefühl des „Herkunftsverrats“ auslösen.
Betroffene Personen glauben nicht daran, dass ihre Leistungen und Erfolge wirklich auf ihre eigenen Fähigkeiten zurückgehen. Trotz Erfolg werden sie von Selbstzweifeln, dem Gefühl von Betrug und der Angst enttarnt zu werden begleitet. Zudem bleibt dieser „Erfolg“ oft brüchig: Viele Künstler*innen sind zwar sichtbar, leben aber weiterhin in prekären Verhältnissen und sind auf meist schlecht bezahlte, unsichere Nebenjobs angewiesen. Längerfristig behindern ökonomische Ungewissheit und Planungsunsicherheit die künstlerische Produktion und belasten die psychische wie auch die physische Gesundheit.
