RUNDER TISCH ONLINE

WANN UND WO?
Donnerstag, 05. März 2026
18:00 bis 20:00 Uhr
mit einer 15-minütigen Pause
Online auf Zoom
THEMA: Disability & Leadership
Disability & Leadership bezeichnet einen Ansatz, der Führung nicht trotz, sondern mit und durch Behinderung denkt. Es geht darum, dass Menschen mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen sich nicht an nicht-behinderte Führungsnormen anpassen müssen, sondern dass Behinderung als Kompetenz, Erfahrungswissen und Perspektive für Führung anerkannt wird. Disability & Leadership macht auch sichtbar, dass Ausschluss oft an der Überschneidung von Behinderung, Klasse, race und weiteren Machtverhältnissen wirkt.
MIT WEM?
Marea Hildebrand: Bildungsvisionärin, Inklusionsforscherin und Keramikkünstlerin
Marea ist Gründerin von School of Commons (SoC), einer globalen Initiative, die auf Peer-Learning und Transdisziplinarität setzt. In ihrer aktuellen Forschung setzt sich Marea für verbesserte Barrierefreiheit in digitalen Lernumgebungen ein. Ihre Arbeit verbindet Fragen von Inklusion, Teilhabe und kollektiver Wissensproduktion.
ANMELDESCHLUSS:
Montag, 2. März 2026 um 23:59
Barriere-Freiheit
- Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt und wird live untertitelt.
- Es gibt eine Übersetzung in Gebärdensprache (DSGS).
- Du nutzt AAC? Wir freuen uns auf deine Beiträge!
- Auch der Chat steht für Kommunikation zur Verfügung.
- Deine Anwesenheit ist ein wertvoller Beitrag, du musst nicht mitdiskutieren.
- Du kannst deine Kamera während der gesamten Sitzung ausgeschaltet lassen.
- Stimming und Fidgeting sind ausdrücklich willkommen.
- Eine Teilnahme im Liegen oder im Bett ist sehr willkommen.
- Es gibt eine feste Pause von 15 Minuten.
- Unsere Diskussion ist entspannt. Du kannst jederzeit eine individuelle Pause machen und dich wieder dazuschalten.
Einfache Sprache
Wir laden dich ein zum runden Tisch auf Zoom.
Unsere Gästin Marea Hildebrand ist Expertin für Bildung, forscht zu Inklusion und ist Künstlerin für Keramik. Sie hat School of Commons gegründet. Menschen aus der ganzen Welt arbeiten dort zusammen. Sie lernen voneinander und erforschen, wie man Wissen selbst organisieren kann.
Marea hat das Thema Disability & Leadership vorgeschlagen. Menschen mit Behinderung zeigen ihre Stärken und ihr Wissen in der Führung. Menschen mit Behinderungen müssen sich nicht anpassen. Ihre Erfahrungen und Sichtweisen erkennen wir als Fähigkeit an.
Disability & Leadership zeigt auch, dass Ausschluss oft durch Behinderung, Klasse, Herkunft und andere Macht-Verhältnisse entsteht.
Was sind deine Erfahrungen?
Möchtest du mehr über Disability & Leadership wissen?
Wir freuen uns auf einen Austausch mit dir!
Konzept Runder Tisch
Im Rahmen der Helmhaus-Ausstellung «Wirtschaft mit Armut. Kunst ist Klasse!» haben wir Anfang 2025 zu drei Runden Tischen eingeladen, die sich dem Thema Klassismus aus einer intersektionalen Perspektive widmeten. Aufbauend auf diesem Austausch führen wir das Format nun regelmässig weiter – vor Ort im Helmhaus oder online.
Wir verstehen den Runden Tisch nicht nur als Diskussionsformat, sondern als Laboratorium für gesellschaftliche Transformation. Deshalb möchten wir euch dazu einladen gemeinsam einen Raum zu schaffen, in dem situiertes Wissen und Lived Experience im Zentrum stehen. Es geht uns insbesondere um die Perspektiven jener, die von struktureller Ungleichheit betroffen sind. Ziel ist es, gemeinsam nachhaltige, relationale und beständige Netzwerke zu entwickeln, die über den Einzeltermin hinaus wirken. Im Fokus steht die Stärkung gemeinsamer Handlungsmacht, um bestehende Strukturen zu verändern und plurale Zukünfte für Viele – nicht eine Mono-Zukunft für Wenige – denk- und realisierbar zu machen.
Es ist uns wichtig, dass die Teilnehmenden auch zu Themensetzer:innen werden. Deshalb laden wir Künstler:innen, Kulturschaffende, Aktivist:innen, Forschende und Expert:innen aus Erfahrung ein, das Thema Klassismus um vielfältige intersektionale Perspektiven zu bereichern.
Wir nehmen Wissen in seiner ganzen Vielfalt und Fragilität ernst: nicht-westliche und indigene Wissenswelten ebenso wie die lived experience von PoC, FLINTA’s, Psychiatrieerfahrenen und Menschen mit sichtbaren und unsichtbaren Behinderungen. Netzwerke, die Care und geteilte Verantwortung ins Zentrum stellen, sollen gestärkt werden.
Anstelle auf Konkurrenz setzen wir auf geteilte Agency und intersektionale Solidarität, um gemeinsam Räume zu schaffen und gesellschaftliche Veränderungen zu bewirken. Wir streben die Integration vergessener historischer Narrative und Zukunftsentwürfe an, die jenseits linearer „Fortschritts“-Logik liegen. Die Runden Tische verstehen sich als selbstbestimmte Geschichtsschreibung und lebendiges Korrektiv zu hegemonialen Narrativen.
Der Runde Tisch ist ein gemeinsames Projekt von Kunst braucht Kohle und dem Helmhaus Zürich.